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 | lavendel (08.10.2009 13:50):
Meine Tochter lernt freiwillig. Sie muss keine Hausaufgaben mit Druck machen. Die Lernbereitschaft wird gefördert, wahrscheinlich die Grundvoraussetztung zum Lernen Die Arbeit in kleinen Gruppen ist besonders gut für Kinder mit Konzentrationsstörungen. In einer großen Klasse mit Frontalunterricht kann man wunderbar abschweifen,es gibt auch soviel,was da ablenkt. Beim freien Arbeiten werden die Kinder vielmehr gefordert,also meines Erachtens lernt unsre Tochter in dieser Schulform viel mehr. Sie sitzt nicht ihre Zeit ab,wie es wohl teilweise in der bisherigen Grundschule war,die sie zuvor besuchte. Ebenso kann auf sie viel gezielter eingegangen werden.Es ist viel mehr Lehr- und Betreuungspersonal da,im Vergleich zur Regelgrundschule. Mit 28 Kindern in der Klasse nützt ihnen die beste Lehrerin nichts Ich erkenne Lernfortschritte in nur kurzer Zeit
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 | zatto1 (08.10.2009 11:45):
Für mich ist es besonders wichtig, dass das Lernen OHNE DRUCK abläuft. Die Kinder müssen also keine Arbeitsblätter abarbeiten, nicht oder wenn dann freiwillig an die Tafel. Es gibt keine Strafarbeiten oder andere Repressalien. Für meinen Sohn ist dies das optimale Lernprinzip.
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 | johanna kölbel (04.10.2009 14:04):
Ein Beispiel aus unserem gestrigen Schulalltag: Ein Kind, zweite Klasse, ist fastziniert vom Empire State Building und erzählt im Morgenkreis davon. Schon kommt die Frage auf, was das für ein Gebäude ist, wo es steht. Wir schauen uns die USA auf unserer Weltkarte an, sprechen über New York, über Wolkenkratzer, über Frankfurt, suchen Frankfurt auf der Deutschlandkarte und schon sagt ein Kind auf unsere Nachfrage hin, dass Frankfurt in Hessen liegt. Das ist für die gesamte Gruppe sehr lehrreich und weckt weiteres Interesse. Das Kind, das das Thema eingebracht hat, setzt sich anschließend hin und malt akribisch das Empire State Building. Anschließend beschriftet er das Bild, mit Daten über die Höhe, den Standort usw. Die Information dazu hat es aus einem Buch, dass wir in der Schule in unserer Bibliothek haben. Darüber hinaus tackert er sich ein Heftchen zusammen und beginnt, über das Gebäude zu schreiben. Nebenbei befaßt er sich dabei mit der Schreibschrift und versucht, seinen Text in dieser Schrift niederzuschreiben. Da diese Arbeit sehr intensiv durchgeführt wurde, bekommt das Kind die Gelegenheit, im Plenum (d.h. in der täglichen Versammlng aller Kinder) ein Kurzreferat zu halten und seine Infos allen mitzuteilen. Alle applaudieren und der eine oder andere wird sicherlich demnächst auch ein Büchlein herstellen und allen vorstellen wollen. Wie viel das Kind gelernt hat und anderen mit auf den Weg gibt, ist offensichtlich. Das ist Lernen nach Neigung. Es ist die intensivste Form des Lernens. Auf den Lehrplan bezogen hat dieses Kind der 2. Klasse sich mit Folgendem befasst: Zeichnen mit Lineal, Zahlen im Hunderter-Raum lesen, Maßeinheiten verwendet, Schreibschrift geübt, Kommunikation mit der Gruppe sowie soziale Kompetenz geübt und Ich-Stärkung erfahren. Es hat Methodenkompetenz erworben (wie und wo beschaffe ich mir Informationen?), es hat gelesen, den Text inhaltlich erfasst und reproduziert. Nebenbei hat es etwas Sachkunde gelernt. Unschwer zu erkennen, wie hoch dieses Niveau ist.
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 | cambo (04.10.2009 10:53):
Ich würde mich freuen, wenn hier gezielt Fragen gestellt werden, die zu einem besseren Verständnis beitragen
Meine Frage: Was genau muss ich mir darunter vorstellen, die Kinder können ihren Neigungen nachgehen und dabei lernen?
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