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In unseren Gruppenräumen gibt es einen fest installierten Sitzkreis, in dem sich die Kinder mit den Lernbegleitern mehrmals täglich treffen. Die Kinder können in den Kreisen erzählen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Sie nutzen diese Runde zum Mitteilen von Ideen und Vorschlägen für die Arbeit und zum Besprechen von individuellen Fragen und Problemen. Kreisgespräche sollen in unserer Schule mehrere Zwecke erfüllen: Vorbereitung und Nachbereitung des Arbeitstages, Konfliktbewältigung in der Lerngruppe und basisdemokratisches Forum. Schließlich bilden diese Treffen auch die Grundlage für die Ausübung der Mitbestimmungsrechte der Kinder. Ganz allgemein lernen die Kinder hier Gesprächsführung, Argumentieren, Zuhören und sachliches Kritisieren. Die Lernbegleiter moderieren diese Runden soweit dies erforderlich ist und stoßen bei Bedarf selbst Themen an. Nacheinander können sich Kinder für jeweils einige Tage zum Kreischef wählen lassen. Die Kreischefs werden im Laufe ihrer Schulzeit lernen, auf die Einhaltung der Gesprächsregeln zu achten. Ihre Aufgabe ist es, die anderen Kinder erst dann aus dem Kreis zu entlassen, wenn sie ihre gewählten Themen angegeben haben. Selbstverständlich stehen dabei die Lernbegleiter unterstützend an ihrer Seite.
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Allmorgendlich begrüßen wir uns im Morgenkreis. Wenn die Kinder keinen Mitteilungsbedarf haben, steigen wir umgehend in den sich anschließenden ersten Lernkreis ein.
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Diese Form des Lernens findet täglich statt. Im täglichen Wechsel handelt es sich um einen Deutsch- oder Mathekreis. An einem Wochentag ist es der fremdsprachliche Kreis. In diesen Kreisen kommen die Kinder zusammen, um Kopfrechnen zu üben, Wortarten zu bestimmen, Grammatik zu lernen oder in französischer Sprache künstlerisch zu arbeiten usw. Die anfängliche Einführung wird erforderlichenfalls vom Lernbegleiter geleistet, und im Verlauf des Kreises können die Schüler die Leitung selbst übernehmen. Sie stellen sich gegenseitig Aufgaben, kontrollieren und entwickeln sich weiter. Kreis heißt bei uns aber nicht unbedingt Sitzkreis. Die Kinder sind dabei im Gegenteil meist in Bewegung, wenn sie Aufgaben erledigen. So könnten sie z. B. mit dem Maßband herausfinden, wie lang der Raum ist, oder mit der Waage, wieviel die Mitschüler wiegen. Sie könnten zeigen, wo es überall rechte Winkel gibt oder wieviele Stufen sie jeden Tag bis zur Klasse gehen. Sie könnten im Haus Dinge suchen, die mit "A" anfangen oder eine Beschreibung eines Gegenstands anfertigen, der Ihnen besonders gefällt.
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Im Planungskreis, der zu Beginn der Freiarbeit stattfindet, sagen unsere Kinder an, was sie an diesem Tag lernen möchten. Der Kreischef fragt, welche Sachen Sie machen möchten, und die Untentschlossenen werden angeregt und beraten. Die Themen werden notiert, die Kinder dürfen das Thema aber auch wechseln. Dies wird ebenfalls aufgeschrieben.
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Am Ende eines jeden Tages findet der Abschlusskreis statt, bei dem die Kinder sich ihre Arbeitsergebnisse gegenseitig präsentieren und Meinungen dazu einholen. Reihum wird kurz über den Arbeitserfolg berichtet und die Kinder beurteilen den Stand der Arbeit, das Weiterkommen oder ihre eigene Leistung. Die Gruppe wie auch jeder einzelne dient als Qualitätskontrolle und Bewertungsmaßstab. Zudem erfolgt durch diese Auseinandersetzung mit dem Stoff eine intensive Vertiefung und zugleich Wissensvermittlung. Ziel dieser Kreise ist es darüber hinaus, die Kinder dazu zu bewegen, sich vorher zu überlegen, worin wohl die Besonderheiten der Thematik und die Verständnisprobleme der anderen mit dem eigenen Thema liegen werden. Sie lernen, über den Stoff zu reflektieren, Kritik anzunehmen und zu argumentieren. Der Abschlusskreis endet mit einem gemeinsamen Lied oder Vorleserunde.
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