Was ist offener Unterricht?

Orientiert an den Prinzipien von Freinet und Falko Peschel integriert die Forscherschule Tradition und Moderne in der Pädagogik. Der Begriff der „Offenheit“ ist bei uns nicht als „grenzenlos“ sondern als „offen sein“ für die gesamte Persönlichkeit des Kindes zu verstehen.
Die Offenheit als durchgängiges Arbeitsprinzip der altersgemischten Kleingruppen, also die weitestgehende Freiheit der Kinder hinsichtlich des Wie, Wann und Wo des Lerngeschehens, ermöglicht die individuelle Förderung der Kinder.
Eigenaktivität und der natürliche Wissensdrang der Kinder im Zusammenwirken mit ihrer individuellen Leistungsbereitschaft sind der Ausgangspunkt des Lernens an unserer Schule.
Die Freiheit unserer Schüler erstreckt sich auf die Wahl von Ort, Methode und Zeitpunkt des Lernens. Nicht aber darauf, ob gelernt wird.
Der Schwerpunkt des Lernens und der damit verbundenen Aktivität liegt bei den Kindern und wird nicht vom 45-Minuten-Rythmus des Stundenplans, vom Lehrer oder der Klassenstufe diktiert. Die moderne Gehirn- und Lernforschung hat bewiesen, dass Kinder erst ab einem gewissen Entwicklungsgrad des Gehirns in der Lage sind, bestimmte Abstraktionen zu begreifen. Diesen Reifegrad erreichen durchaus nicht alle Kinder zum gleichen Zeitpunkt.
Unsere Kinder düfen sich mit einem Thema selbstverständlich so lange befassen, wie sie es für notwendig halten. Das können 20 Minuten, aber auch 2 Wochen sein.